Dezember 7th, 2009 von
admin
Die internationale Finanzkrise wird auch im Jahr 2010 anhalten. Davon geht mehr als jeder zweite Deutsche (57,5 Prozent) aus. Damit ist die Zahl der Skeptiker im Vergleich zum Vorjahr fast gleich geblieben, wie eine aktuelle Studie der Arag zeigt.
Im vergangenen Jahr glaubten 57,6 Prozent der über 1.000 Befragten daran, dass es mit der konjunkturellen Talfahrt noch nicht ganz vorbei ist. Auffallend sei, so die Arag, dass trotzdem wieder mehr Deutsche an eine anhaltende Konjunkturbelebung im kommenden Jahr glauben. 12,9 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmten der Aussage zu, 2008 waren es 8,5 Prozent. Ende 2007 lag dieser Wert aber mit 35,2 Prozent aber fast dreimal so hoch wie jetzt.
Geht es um den Arbeitsmarkt im kommenden Jahr, zeigen sich 15,5 Prozent der Studienteilnehmer optimistisch, gegenüber 13,5 Prozent im Vorjahr. Auch beim erwarteten Einkommen geht es stimmungsmäßig wieder leicht bergauf: 13,8 Prozent der aktuell Befragten rechnen für 2010 mit einer volleren Lohntüte (2008: 11,6 Prozent).
Auch das Vertrauen in die Finanzwelt scheint sich bei den Befragten langsam wieder aufzubauen. Waren 2008 noch 62,5 Prozent überzeugt, dass das Vertrauen in die Banken 2009 weiter sinken wird, sind es aktuell noch 52,2 Prozent. Bei den Versicherern sehen derzeit 31,9 Prozent der Deutschen die Glaubwürdigkeit der Gesellschaften in Gefahr. Vor einem Jahr waren es noch 44,6 Prozent.
In Verbindung stehende Nachrichten:
Geschrieben in Nachrichten |
Dezember 3rd, 2009 von
admin
Zufrieden zeigt sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) über den gestrigen Beschluss der EU-Finanzminister (ECOFIN) zur künftigen europäischen Finanzaufsicht. Die Minister hatten sich darauf geeinigt, den schon bestehenden Ausschuss für Versicherungsaufsicht in eine EU-Behörde (EIOPA) umzuwandeln.
Sie verständigten sich auch darauf, dass die neue Aufsichtsbehörde nur bei Verstößen gegen Europa-Recht ein direktes Durchgriffsrecht auf Versicherer in Deutschland haben soll. "Mit ihrer Einigung auf klare Strukturen und gezielte Befugnisse der europäischen Behörden haben die EU-Finanzminister eine gute Grundlage für eine konsistente und praktikable Aufsicht geschaffen", sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung. "Für unsere Unternehmen ist von zentraler Bedeutung, dass die nationale Aufsichtsbehörde auch künftig der erste Ansprechpartner bleibt. Wir halten den gefundenen Kompromiss für eine gute Grundlage für das weitere Verfahren."
Der Mehrwert der neuen Finanzaufsicht liege vor allem in einer einheitlichen Anwendung von Gemeinschaftsrecht, ist von Fürstenwerth überzeugt. "Dass EIOPA dieses Ziel nun konsequent verfolgen kann, verbessert die Rechtssicherheit und die Wettbewerbsgleichheit im europäischen Versicherungsmarkt", ergänzt der GDV-Mann.
Nach den EU-Finanzministern werden sich in der nächsten Woche auch die europäischen Staats- und Regierungschefs mit der Finanzaufsicht beschäftigen. In den kommenden Wochen berät dann das Europäische Parlament über die Gesetzesvorschläge.
Geschrieben in Nachrichten |
Dezember 2nd, 2009 von
admin
Nur noch wenige Handelstage und ein turbulentes Börsenjahr ist zu Ende. Börsenprofis und Volkswirte von 30 Banken und Sparkassen gaben bereits Ende 2008 ihre Dax-Wetten fürs Börsenjahr 2009 ab. Wer lag richtig? Wer war zu mutig oder zu vorsichtig?
Ein turbulentes Börsenjahr neigt sich dem Ende zu. Auch der deutsche Leitindex Dax erlebte eine rasante Entwicklung. Gestartet bei 4.973 Punkten am 2. Januar ging es im Sog der Finanzkrise um fast 1.000 Punkte rapide bergab. Tiefstand 2009 waren 3.999 Punkte am 6. März.
Dann, mit Beginn der zweiten Märzwoche setzte die Rally ein. Höchststand beim Dax 5.854 am 14. Oktober. Derzeit steht der 30-Werte-Index bei 5.768 Punkte (Stand 2. Dezember).
Börsenprofis und Volkswirte von xx Banken und Sparkassen gaben bereits Ende 2008 ihre Dax-Wetten fürs Börsenjahr 2009 ab. Das Ergebnis: Nach dem Chaosjahr 2008 saß der Schock noch tief und entsprechend vorsichtig fielen die Prognosen aus. Nur fünf Finanzhäuser erwarteten einen Dax-Stand von 6.000 Punkten und mehr. Am optimistischsten zeigte sich die Deka Bank mit 6.500 Punkten.
Ein Großteil der Banken prognostizierte einen Stand zwischen 5.000 und 5.650 Punkten. Acht Häuser waren vorsichtig und tippten auf unter 5.000 Punkte. Von nahezu hanseatischer Bescheidenheit zeigte sich die Privatbank M.M. Warburg mit einem Dax-Tipp von 3.600 Punkten
In Verbindung stehende Nachrichten:
Geschrieben in Nachrichten |