Europäischer Zertifikateverband führt Derivate-Landkarte ein

Oktober 30th, 2009 von admin

Der europäische Branchenverband für Strukturierte Anlageprodukte Eusipa führt einen europaweiten Klassifizierungsstandard für Zertifikate und Hebelprodukte ein. Mit der so genannten Derivative Map will der Verband Marktteilnehmern und Privatanlegern ein Hilfsmittel zur besseren Vergleichbarkeit der Produkte im an die Hand geben und europaweite Marktstatistiken ermöglichen.

Die Eusipa-Klassifizierung festgelegt. Sie unterscheidet strukturierte Produkte zunächst in Anlage-Produkte und Hebel-Produkte (siehe Bild). Danach werden die Anlage-Produkte in einem zweiten Schritt in Kapitalschutz-Produkte, Renditeoptimierungs-Produkte sowie Partizipations-Produkte unterteilt.

"Diese Standardisierung ist zentral für die Kompatibilität und die Anerkennung unserer Produkte", erklärt Reinhard Bellet, Präsident von Eusipa. Zudem werde der Verband in Zukunft auf der Basis der einheitlichen Klassifizierung europäische Marktstatistiken publizieren können.

Neben den Mitgliedsverbänden von Eusipa haben sich bereits mehr als 20 Emittenten, Börsen und Datenprovider dazu verpflichtet, in Zukunft das Eusipa-Kategorisierungsmodell anzuwenden. Die Derivate-Landkarte ist unter www.eusipa.org erhältlich.

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Fondsgesellschaft K1: Deutschland hat seinen ersten Hedgefonds-Skandal

Oktober 28th, 2009 von admin

Ob der Skandal um den Milliardenbetrüger Bernard Madoff oder die Insiderhandel-Vorwürfe gegen den Galleon-Gründer Raj Rajaratnam – die Hedgefonds-Branche kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Nun scheint zum ersten Mal auch ein deutscher Hedgefonds betroffen zu sein: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den K1-Gründer Helmut Kiener, der Banken betrogen haben soll.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Ermittlungen gegen die Fondsgesellschaft K1 aus Aschaffenburg und ihren Gründer Helmut Kiener eingeleitet. Ihm wird Untreue und Betrug vorgeworfen.

Um höhere Kredite zu bekommen, soll der 50-Jährige das Vermögen seiner beiden Dach-Hedgefonds als größer dargestellt haben als es tatsächlich war. Durch die Kredite konnte K1 deutlich mehr Geld einsetzen, als der Fonds von seinen Anlegern eingesammelt hat. Auch wenn solche Kredithebel in der Branche häufig eingesetzt werden, tun das in der Regel Einzelfonds, keine Dach-Hedgefonds.

Auch Anleger aus Deutschland betroffen

Nach Angaben der Financial Times Deutschland (FTD) verwaltete die K1 Gruppe in ihren beiden Hedge-Dachfonds, die ihrerseits in rund 70 Einzelfonds investieren, zuletzt 600 Millionen Euro. Die Gelder stammen von privaten und institutionellen Anlegern unter anderem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Nach Insiderinformationen sollen die Banken Anfang dieses Jahres Kredite gekündigt und das Geld zurückverlangt haben. Die Gesellschaft habe daraufhin keine neuen Kreditgeber gefunden.

Internationalen Banken wie Barclays, JP Morgan Chase und BNP Paribas soll ein Verlust von insgesamt rund 400 Millionen Euro entstanden sein.

Der Fall könnte der erste große Skandal der deutschen Hedgefonds-Geschichte werden.

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Fonds: UBS (Lux) Equity Fund – EURO STOXX 50 (EUR) P-acc – ISIN LU0072912990 – WKN 986328 – steht in der Stiftung Warentest

Oktober 23rd, 2009 von admin

[/glossar]Der UBS (Lux) Equity Fund – EURO STOXX 50 (EUR) P-acc war in der letzten Ausgabe der Stiftung Warentest bzw. in der Finanztest gestanden. Scheinbar handelt es sich bei diesem Fonds um einen Top-Fonds. Der UBS (Lux) Equity Fund – EURO STOXX 50 (EUR) P-acchatte in den letzten 12 Monaten eine Wertentwicklung von -3,81% (Stand: 30.09.2009). Der Fonds wurde am 04.02.1997 aufgelegt. Nach unserer Information handelt es sich um einen Fonds der thesaurierend ist. Genaue Infomationen zur Kursentwicklung bzw. zum Chart des UBS (Lux) Equity Fund – EURO STOXX 50 (EUR) P-acc finden Sie unter Kursentwicklung.

Sie können diesen Investmentfonds über fit4fonds kaufen. Wir stellen als kostenlose Depotbank die comdirect bank und die DAB bank zur Verfügung. Neben diesen beiden Vollbanken bieten wir als günstige Depotbank auch die Fondsdepot Bank, die Frankfurter Fondsbank oder die ebase an. Prüfen Sie bei welcher Depotbank Sie den UBS (Lux) Equity Fund – EURO STOXX 50 (EUR) P-acc kaufen können. Übrigens: bei der Fondsdepot Bank, der Frankfurter Fondsbank und der ebase erstatten wir ab einem Depotvolumen von 25.000 Euro (Stichtag: 30.11. des Jahres) die Depotgebühr.

 
Der Fonds wird von der KAG mit folgendem Anlageziel beschrieben:
Der Fonds investiert ausschliesslich in Aktien der grössten europäischen Blue-Chip-Unternehmen aus der Euro-Zone. Die für die Bestimmung der relativen Gewichtung der Gesellschaften relevanten Kriterien umfassen: strategische Ausrichtung, starke Marktposition, erstklassiges Management, solide Ertragslage, Wachstumspotenzial und Verbesserung des Shareholder-Value. Der Fonds ist nach Ländern und Branchen diversifiziert und weist daher ein optimiertes Risiko/Ertrags-Profil auf. Das Anlageziel besteht darin, eine Performance zu erwirtschaften, die sich an jener der Benchmark orientiert.
 
Weitere Wertentwicklungen des Fonds pro Jahr:
1 Jahr -3,81%, 2 Jahre -16,83%, 3 Jahre -7,09%, 5 Jahre +3,39% (Stand: 30.09.2009)
Weitere Informationen zum Fonds:
Stammdaten
Kursentwicklung
Risikodaten
Zusammensetzung
Rabatt & Abwicklung
Infos

Der Fonds UBS (Lux) Equity Fund – EURO STOXX 50 (EUR) P-acc ist übrigens als VL-Fonds auf der VL-Seite vl-mit-fonds.de zu finden, weitere Informationen für einen VL-Vertrag finden Sie direkt unter Rabatt & Abwicklung.

Haben Sie Interesse an diesem Fonds?
Rufen Sie uns einfach kostenlos unter 0800 – 0953550 aus dem deutschen Festnetz an.
Aus allen anderen Telefonnetzen (Ausland & Mobil) erreichen Sie uns unter 09521 – 953550. 

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Deutscher Solar-Industrie droht Kahlschlag

Oktober 22nd, 2009 von admin

Die schwarz-gelbe Regierung will die Einspeisetarife für Solarstrom im kommenden Jahr um bis zu 30 Prozent senken. Was bedeutet das für deutsche Photovoltaik-Firmen?

Die Nachhaltigkeitsexperten von Murphy&Spitz Research halten die Kürzung der Solarförderung für "eine fragwürdige Entscheidung". Die Senkung der Photovoltaik-Einspeisetarife um bis zu 30 Prozent komme einem Kahlschlag gleich. "Bis zu 50.000 Arbeitsplätze könnten dadurch verloren gehen", sagt Solar-Analyst Thomas Hoffmann von Murphy&Spitz. Darüber hinaus dürften dem Bundeshaushalt in den kommenden 20 Jahren rund 20 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verloren gehen.

Für die deutsche Solarindustrie werde die Kürzung verheerende Folgen haben. Hoffmann: "Wir gehen davon aus, dass Solarstrom kurz vor der Wettbewerbsfähigkeit steht. Ob deutsche Unternehmen bis dahin noch wettbewerbsfähig bleiben können, ist fraglich und hängt stark vom politischen Willen ab." Wegen des starken Wettbewerbsdrucks rechne er mit einer stärkeren Marktdominanz chinesischer und amerikanischer Hersteller. "Die staatliche Unterstützung dieser Zukunftstechnologie geschieht in China durch sehr großzügige Kreditpakete", so der Analyst. Damit könnten chinesische Unternehmen ihr Wachstum zu äußerst günstigen Konditionen finanzieren."    

Deutsche Solarfirmen, wie Solon Sunways, Solarfabrik und Q-Cells, stuft der Analyst darum auf verkaufen. Für attraktiv hält er hingegen die amerikanische und chinesische Konkurrenz wie Yingli, Trina, Suntech, First Solar und Sunpower.

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Altersvorsorge: "Der Markt braucht Netto-Produkte"

Oktober 19th, 2009 von admin

Okeanos-Gründer und -Vertriebschef Ove Burmeister über Altersvorsorge mit Multi-Asset-Sparplänen, überflüssige Gebühren und wirksame Stornobremsen.

DAS INVESTMENT.com: Sie waren zuvor unter anderem Vorstand bei Tecis Maklerservice und Jung, DMS & Cie. – wenn Sie mehr als 20 Jahre Finanzdienstleistung noch einmal im Zeitraffer anschauen, gibt es für Sie eine goldene Regel für Berater und Anleger?

Ove Burmeister: Ja. Die Regel ist ebenso banal wie wahr, stammt von Mark Twain und ist bereits 140 Jahre alt. Sie lautet: Lege nicht alle Eier in einen Korb. Das Problem: Sie wird oft zitiert, aber wenig beachtet und ganz selten konsequent verfolgt. Deshalb sind bei Finanzmarktkrisen viele Kundendepots in schöner Regelmäßigkeit unter Wasser. Immer geht dabei auch viel Vertrauen verloren, die Abschlussbereitschaft muss mühsam wieder aufgebaut werden. Um diesem Teufelskreis zu entgehen, müssen Produktlösungen sozusagen für die Vorsorge nach der aktuellen Krise her. 

DAS INVESTMENT.com: Das heißt?

Burmeister: Auf der einen Seite sollten Renditepotenziale des Aktienmarkts genutzt werden, bei der langfristigen Altersvorsorge gibt es dazu keine Alternative. Auf der anderen Seite müssen wir die Volatilität begrenzen und Inflationsschutz bieten. Wir haben deshalb Okeanos im Mai 2009 gegründet und mit Performance Control einen Multi-Asset-Sparplan entwickelt. Bei diesem setzt der Anleger auf Investmentfonds und mit einem Teil seines Kapitals auf echte Sachwerte, indem er über den geschlossenen Dach-Fonds Sachwerte Select etwa in Immobilien, regenerative Energien, Gold, Schiffe und Logistikprojekte investiert. Der Einstieg ist ab 50 Euro monatlich oder ab 2.000 Euro Einmalbeteiligung möglich, das Ganze läuft auch als Sparvertrag für Vermögenswirksame Leistungen. Als Zielrendite peilen wir mindestens 7 Prozent jährlich an.

DAS INVESTMENT.com: Mit welchen Investmentfonds?

Burmeister: Kerninvestment ist der Fonds HV Global Endowment Portfolio von Hamburger Vermögen. Er verfolgt einen Multi-Asset-Ansatz nach dem Nobelpreisträger Harry Markowitz und allokiert sein Portfolio nach der Methode des Stiftungsfonds der US-Elite-Universität Yale. Daneben bieten wir langfristig erfolgreiche Fonds von Fortis und den offenen Immobilienfonds Hansa Immobilia von Hansainvest. Als Gesamtlaufzeit sehen wir 10 bis 45 Jahre vor.

DAS INVESTMENT.com: Nun ist aber auch der Yale-Stiftungsfonds im Jahr 2008 um mehr als 20 Prozent  abgestürzt, Â…

Burmeister: Â… doch lagen in diesem Zeitraum zum Beispiel der Weltaktienindex MSCI rund 38 Prozent und der US-Index S&P 500 sogar knapp 47 Prozent im Minus. Über zwei Jahrzehnte betrachtet, liegt das Yale-Portfolio bei jährlich 16,6 Prozent im Plus und hatte nur ein einziges Verlustjahr. Zudem fährt der HV-Fonds in deutlich ruhigerem Fahrwasser als der Yale-Stiftungsfonds, er hat im Jahr 2008 weniger als 5 Prozent verloren. Wertstabilität ist für uns der wichtigste Faktor. Darüber hinaus profitieren Sparer, die bei den Fonds regelmäßig einzahlen, vom Cost-Average-Effekt. Wir haben unsere Offerte Performance Control getauft, da das Portfolio in jedem Zwölf- Monats-Zeitraum einen positiven Ertrag erwirtschaften soll. Dies bedeutet weniger Stress für Anleger und Berater. Außerdem ist es sehr flexibel. Neben den drei Anlagestrategien Sicherheit, Wachstum und Dynamik sind jederzeitige Zuzahlungen oder Entnahmen möglich.

DAS INVESTMENT.com: Bei der Beteiligung am geschlossenen Dach-Fonds dürfte allerdings die Handelbarkeit der Anteile für Anleger nur eingeschränkt möglich sein.

Burmeister: Das stimmt, aber bei einem langfristigen Vermögensaufbau steht das schnelle Rein und Raus bei der Anlage ja auch nicht im Vordergrund. Doch wir haben ein im deutschen Markt einzigartige Regelung gefunden: Die Beteiligung am Sachwerte-Select-Fonds vom Emissionshaus Prosperity kann jeweils drei Monate vor Ende des Kalenderjahres gekündigt und dann ausgezahlt werden. Die Anteile werden dabei nach dem Stuttgarter Verfahren bewertet. Damit ist auch das Sachwerte-Portfolio fungibel.

DAS INVESTMENT.com: Wie viele Anleger könnten gleichzeitig ihre Anteile zurückgeben?

Burmeister: Der Sachwerte-Fonds kann bis zu 64 Prozent Volumenabgang innerhalb eines Monats verkraften. Überschreiten wir dieses Volumen, würde er kurzfristig geschlossen. Doch halte ich dies für eher theoretisch. Für nachfolgende Anleger entsteht die attraktive Situation, dass sie die zurückgegebenen Anteile ohne Vorkosten erwerben können, oder sie werden am Zweitmarkt veräußert.

DAS INVESTMENT.com: Stichwort Kosten – wie hoch sind diese bei dem geschlossenen Fonds?

Burmeister: Die Weichkosten rangieren bei lediglich 6,8 Prozent für Einmalanleger und 8,7 Prozent für Ratensparer. Ein Agio ist nicht vorgesehen, somit gehen deutlich über 90 Prozent der Kundengelder in die Sachwertinvestition. Performance Control verzichtet auf jegliche überflüssige Gebühren wie etwa Agios oder Versicherungsleistungen, alle Fonds werden zum Nettoinventarwert gekauft. Unsere Sparpläne sind also Netto-Produkte – das findet nicht zuletzt auch Anklang bei Verbraucherschützern und ist auch politisch gewollt. Der Kunde zeichnet bei Okeanos zwei Verträge: Einen mit der Max H. Sutor Privatbank, die als Depotbank Inkasso und Anlage regelt. Dieser Vertrag löst weder Kosten noch Provisionen aus. Der zweite Vertrag regelt die Vertriebsvergütung.

DAS INVESTMENT.com: Und wo liegt die?

Burmeister: Bei maximal 58 Promille bei Abschluss plus bis zu 30 Promille Bestandsprovision für den Sachwerte Select sowie 0,25 Prozent bei den Investmentfonds. Das ist mehr als in der Regel im Fondspolicen- und Investmentfonds-Vertrieb, dennoch bleiben die Gesamtkosten vergleichsweise gering. Zudem wird ein großer Teil der Kickbacks dem Kunden gutgeschrieben, der so über die Laufzeit die Abschlusskosten wieder erstattet bekommt. Uns ist diese Transparenz wichtig, die etwa bei Versicherungsprodukten noch längst nicht erreicht wird.

DAS INVESTMENT.com: Was ist im Stornofall?

Burmeister: Der Kunde schuldet  auch dann die Vergütung – das dämmt Stornos wirksam ein und wirkt Umdeckungs- und Abwerbungsaktionen entgegen. Und wir haben mit 1,3 Monaten pro Laufzeitjahr eine vergleichsweise kurze Stornohaftungszeit eingebaut. In dieser Zeit fließen 80 Prozent der Einlage in die Tilgung der Vertriebsvergütung, 20 Prozent kommen zur Anlage – danach investiert der Kunde 100 Prozent seines Kapitals. Und damit hat auch der Berater Planungssicherheit. Zugleich ist unser Produkt geeignet für die gesamte Bandbreite im Vertrieb: Von strukturierten Organisationen über Finanzmakler und Honorarberater bis zu Vermögensverwaltern. Seit Vertriebsstart im September zeichnet sich ab, dass Performance Control besonders im Einmalanlagebereich als intelligente Alternative zu Single-Investments eingesetzt wird.

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HDI Gerling kooperiert mit LCF Rothschild: "Kunst der dynamischen Defensive"

Oktober 14th, 2009 von admin

HDI Gerling Leben arbeitet im Fondspolicen-Geschäft ab sofort mit der LCF Rothschild Gruppe zusammen. Alain Mestat, Direktor Banque Priv©e Edmond de Rothschild Europe, und Jürgen Walter, Leiter Produktmarketing bei dem Versicherer, über die Hintergründe.

DAS INVESTMENT.com: Wie haben sich Ihre Wege gekreuzt?

Jürgen Walter: Im vergangenen Jahr haben wir uns viele Vermögensverwalter angeschaut, da wir nach Einführung der Abgeltungssteuer steueroptimierte Fondspolicen an den Markt bringen wollten. Bei LCF Rothschild stimmte alles – nicht nur produktbezogen. Als drittgrößte unabhängige Privatbank in Europa hat die  Gruppe, rund 100 Milliarden Euro Assets unter Management. Es kommt hinzu: Seit Gründung vor über 250 Jahren hat das Bankhaus alle Krisen überwunden und ist heute fast ein Mythos.

Alain Mestat: Deutschland ist der größte Markt für Lebensversicherungen in Europa, wir sehen hier enormes Potenzial für unsere Dachfonds. Seit Jahresanfang haben wir die Zusammenarbeit mit HDI Gerling auf die Beine gestellt und viel über den Retail-Bereich gelernt. Unsere Luxemburger Fondsgesellschaft war zuvor in erster Linie für institutionelle Anleger und Family Offices tätig. Die Philosophie von HDI Gerling und LCF Rothschild stimmt überein, beide Häuser haben eine lange Tradition.

DAS INVESTMENT.com: Aber Tradition allein ist doch noch kein Erfolgsgarant?

Mestat: Nein, natürlich nicht – Tradition setzt aber Grundlagen. Zum Beispiel die, dem Kerngeschäft treu zu bleiben und nicht auf kurzfristige Attraktionen zu setzen. Kapitalerhalt plus Vermögensaufbau ist unser oberstes Prinzip. Die Probleme, vor denen viele Banken gegenwärtig stehen, sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass sie der Gier nach schnellem Gewinn erlegen sind. Unsere Devise heißt: Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen.  Wir verfolgen deshalb bei unseren zwei Quam-Multimanager-Grand-Cru-Fonds einen Absolute-Return-Ansatz mit Risiko-Varianten für jeweils unterschiedliche Anlegerbedürfnisse. Diese sehen entweder maximal 10 Prozent oder 15 Prozent Volatilität auf Jahresfrist vor …

Walter: Â… und bei den Investitionsmöglichkeiten gibt es keinerlei Beschränkung. Den beiden Quam-Fonds, die bereits insgesamt 4 Milliarden Euro an Kundengeldern verwaltet, stehen gegenwärtig 520 Geldmarkt- und Obligationsfonds sowie gemischte Fonds und Aktienfonds von acht etablierten Gesellschaften zur Auswahl. Zu denen zählen beispielsweise Blackrock, BNP Paribas, Credit Suisse und Pioneer. Der Zugang zu dem Fonds in Lebensversicherungs Produkten ist in Deutschland exklusiv nur über HDI Gerling möglich.

DAS INVESTMENT.com: Bei der 10-Prozent-Volatilitätsvorgabe dürften Anleger aber in guten Jahren die Kurszuwächse etwa von Euro-Stoxx oder Dax nicht voll mitnehmen.

Mestat: Das stimmt, aber es geht uns vor allem um das gekonnte Risikomanagement. Langfristig betrachtet, hat der Fonds diese Indizes deutlich geschlagen. Seit Auflegung vor elf Jahren erreichte dieser Quam-Fonds, der vom Risikoprofil einem Obligationsfonds entspricht, eine jährliche Performance von durchschnittlich rund 7,4 Prozent.

Walter: Im Jahr 2008 hat dieser LCF Rothschild-Fonds zum Beispiel nur 2,6 Prozent verloren, während der Euro-Stoxx bei minus 44 und der Dax bei minus 41 Prozent landeten. 2002 verbuchte der Quam-Fonds ein Plus von 2,2 Prozent, die Indizes lagen bei rund 40 Prozent im Minus.

DAS INVESTMENT.com: Woran liegt das?

Mestat: Unseren Dach-Fonds liegt ein quantitatives Trendfolge-Modell zugrunde. Wir steigen bei einem positiven Markttrend ein, wird jener schwächer, steigen wir wieder aus. Zur Bewertung sind dafür jeweils die vergangenen drei bis sechs Monate ausschlaggebend. Um es so auszudrücken: entweder fahren wir mit unserem Schiff unter vollen Segeln, können die Segel aber auch reffen oder umgehend den sicheren Hafen ansteuern. Wir nennen das die Kunst der dynamischen Defensive.

DAS INVESTMENT.com: Wie schnell kann Ihr Fonds-Kapitän Segel setzen lassen?

Mestat: Das geht vergleichsweise rasch. Innerhalb von vier Wochen können die Fonds bei ihren Aktienpositionen von Null auf 100 gehen oder umgekehrt. Das gesamte Portfolio wird im zweiwöchentlichen Rhythmus restrukturiert. Das heißt in der Praxis, dass jede der acht Gesellschaften alle zwei Tage begutachtet wird. Dabei kommen für das optimale Portfolio zwischen 10 und 90 Fonds heraus, deren Anteile in den Quam-Fonds sind.

DAS INVESTMENT.com: Wird es das LCF Rothschild-Siegel für alle HDI-Gerling-Fondspolicen geben?

Walter: Die Quam-Fonds können prinzipiell in sämtliche Altersvorsorgeprodukte von HDI Gerling integriert werden. Das reicht von der konventionellen Fondspolice über Hybridprodukte bis hin zur Riester- oder Rürup-Rente oder zu Lösungen für die betriebliche Altersvorsorge. Natürlich denken wir dabei weniger an den 25-Euro-Sparplan als in erster Linie an Einmalbeiträge. Als Vertriebskanäle kommen für uns ausgewählte Makler und die Ausschließlichkeit mit Zugang zu entsprechender Klientel etwa aus Mittelstand und Gewerbe in Frage.
 

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Netfonds führt mit Frankfurter Fondsbank dynamische Limits für Berater ein

Oktober 13th, 2009 von admin

Die Frankfurter Fondsbank hat auf Initiative des Maklerpools Netfonds eine neue Funktion zur Depotsteuerung mit dem Namen "Dynamische Limite" entwickelt. Makler sollen damit die Überwachung und Betreuung Ihrer Kundenbestände verbessern und Ihre Kunden gezielt vor Kursverlusten bewahren.

So funktioniert das System: Bei einem dynamischen Limit wird derjenige Anteilspreis, der ein Verkaufslimit auslösen soll, mit der Aufwärtsentwicklung des Fonds nach oben angepasst. Der Makler braucht somit nur zu definieren, bei welchem Rückgang vom Höchststand des jeweiligen Fonds das Limit greifen soll. Dabei kann der Makler für jede Fondsposition bis zu drei Limitstufen definieren, um nicht auf einen Schlag  die komplette Position glatt stellen zu müssen.

Netfonds nennt ein Beispiel für eine dynamische Limitorder mit zwei Limitstufen: "Verkaufe 50 Prozent der Anteile des Aktienfonds DWS Bric Plus, wenn der Anteilswert 10 Prozent vom Höchstkurs gefallen ist und tausche den Gegenwert in einen konservativeren Fonds. Sollte der DWS Bric Plus 20 Prozent vom Höchstkurs verlieren, tausche die verbliebenen 50 Prozent der Anteile ebenfalls in das defensivere Vehikel".

Bei Auslösung der dynamischen Limite werden je nach Einstellung entweder automatisch Ordervorschläge für die entsprechenden Kunden generiert oder der Makler erstellt per Knopfdruck eine Sammelorder und wählt die Orderabschlussform selbst. Der Vermittler kann sich auch per E-Mail informieren lassen, wenn ein Limit erreicht worden ist.

Laut Ansicht des Maklerpools trage die neue Funktionalität dazu bei, auch bei langfristigem Anlagehorizont den Anlageerfolg durch die Realisierung von Gewinnen abzusichern.

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DWS-Marketingleiter Alexander Maresch zur Kundenauszeichnung Pegasus-Award

Oktober 13th, 2009 von admin

Das Beratungsunternehmen Investors Marketing hat den Pegasus-Award verliehen. Als beste Fondsgesellschaft wurde DWS Invest ausgezeichnet, gefolgt von Allianz Global Investors und Union Investment. DAS INVESTMENT.com sprach mit dem DWS-Marketingleiter Alexander Maresch über die Bewertungskriterien und die Möglichkeiten, das Kundenvertrauen wiederzugewinnen.

DAS INVESTMENT.com: Das Besondere am Pegasus-Award ist, dass der Preis nicht von einer Jury, sondern direkt von den Kunden vergeben wurde. Welche Kriterien waren ausschlaggebend?

Alexander Maresch: Die rund 5.000 Befragten stimmten nach Kriterien wie Preis- und Leistungsverhältnis, Sympathie, Kaufabsicht, Empfehlungsbereitschaft und Vertrauen ab. Aus den Ergebnissen der bundesweiten Umfrage sind eine Studie von Investors Marketing und eben dieser Preis entstanden. Wir sind besonders stolz auf diese Auszeichnung, da sie nicht zuletzt das Vertrauen unserer Anleger widerspiegelt.

DAS INVESTMENT.com:  Wie ist es der DWS gelungen, das Kundenvertrauen zu gewinnen?

Maresch: Offene Kommunikation, eine klare Produktpalette und Qualität auf höchstem Niveau im Umgang mit unseren Kunden und Geschäftspartnern sind entscheidend. Es ist unsere Pflicht, unsere Kunden gerade in schwierigen Marktphasen nicht zu enttäuschen und das uns einmal entgegengebrachte Vertrauen zu festigen.

DAS INVESTMENT.com: Bei der Preisverleihung haben Sie gesagt, dass Sie auch zukünftig alles tun werden, um das Vertrauen ihrer Kunden zu rechtfertigen. Welche Maßnahmen sind geplant?

Maresch: Vertrauen lässt sich nicht durch einzelne Maßnahmen gewinnen. Es ist der Lohn konstanter Leistung, überzeugender Ergebnisse und eines guten Service. Bei unseren Marketingaktivitäten legen wir besonderes Augenmerk auf Bereiche, die sich nah am Kunden bewegen wie beispielsweise das Internet oder unser Kundenmagazin.

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Billionen-Rekord: 1.000.000.000.000 Dollar liegen in Indexfonds

Oktober 13th, 2009 von admin

Eine Billion Dollar, das sind 1.000 Milliarden oder eine 1 mit zwölf Nullen und einem Dollar-Zeichen. Diese Summe haben Anleger mittlerweile in Exchange Traded Funds (ETF) und andere Index-Mitläufer investiert.

Genau genommen steckten zum Ende des dritten Quartals 1.039 Milliarden Dollar (rund 709 Milliarden Euro) weltweit in börsengehandelten Indexprodukten. Damit knackte die Branche erstmalig die 13-stellige Marke. Das geht aus einem Bericht des ETF-Hauses Barclays Global Investors (BGI) hervor, das mit der Marke Ishares Weltmarktführer ist.

Auf Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) entfallen davon 933,5 Milliarden Dollar. Das sind 31,3 Prozent mehr als noch zu Jahresbeginn. Die Branche zählt jetzt weltweit 1.819 ETFs von 96 Anbietern, die an 40 Börsen notiert sind. Platzhirsch ist noch immer die Blackrock-Tochter BGI mit 451,9 Milliarden Dollar in 403 ETFs, gefolgt von State Street Global Advisors (138,3 Milliarden Dollar in 106 ETFs) und Vanguard (77,2 Milliarden Dollar in 40 ETFs).

Und die Beteiligten wollen die Branche weiter am Brummen halten: 811 neue ETFs sind bereits konkret geplant, meldet BGI.

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Commerzbank verkauft zwei Vermögensverwalterfirmen

Oktober 9th, 2009 von admin

Die Commerzbank AG trennt sich von zwei Geschäftsbereichen in der Vermögensverwaltung in Belgien.

Die Dresdner Van Moer Courtens sowie die Filiale Belgien der auf gehobene Privatkunden fokussierten Tochtergesellschaft Commerzbank International SA Luxembourg werden an Mitglieder des Managements verkauft.

Wie der im Dax notierte Bankenkonzern mitteilte, haben die beiden verkauften Institute Ende 2008 zusammen Assets von 615 Millionen Euro verwaltet und 48 Mitarbeiter beschäftigt. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der entsprechenden behördlichen Genehmigungen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Dresdner Van Moer Courtens wurde 2008 mit der Verschmelzung der Vermögensverwalter Damien Courtens und Van Moer Santerre als Tochter der Dresdner Bank Luxembourg SA gegründet. Sie konzentriert sich auf die Betreuung vermögender Privatkunden sowie den Wertpapierhandel. Auch die 2006 eröffnete Filiale Belgien der Commerzbank International SA Luxembourg ist in diesem Bereich tätig.

Nicht vom Verkauf betroffen ist die auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte Brüsseler Filiale der Commerzbank AG Frankfurt.

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