Juli 28th, 2009 von
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Um 13,9 Prozent wurden die Anteile des Immobilienfonds P2 Value (WKN A0F6G8) von Morgan Stanley abgewertet. Das ist bitter für Altanleger. Doch auch Interessenten sollten vorsichtig sein: Was billiger wird, ist längst nicht immer preiswert.
Minus 11,9 Prozent beträgt die Jahresperformance des P2 Value. Eine derart schlechte Rendite hat noch kein Immobilienfonds geliefert. Schuld ist die Abwertung des Portfolios um 231 Millionen Euro. Für die Fondsgesellschaft liegt der Verlust im Einkauf.
Die Immobilien des 2005 aufgelegten Fonds wurden zwischen 2006 und 2007 gekauft. Das waren die Boomjahre der globalen Immobilienwirtschaft, gerade in Asien, wo sich der Fonds teuer einkaufte.
Nun ist die Abwertung durch, und seit Anfang der Woche kann der Fonds wieder gekauft werden. Ein Verkauf ist indes noch nicht möglich. Zwischen September und Oktober will Morgan Stanley über eine beidseitige Öffnung des Portfolios beraten. Eine Verlängerung des Rücknahmestopps wäre für maximal zwölf weitere Monate möglich.
In der Vergangenheit konnten Neuanleger von Abwertungen und anschließenden Erholungen mitunter stark profitieren. Ein bisschen Glück gehörte jedoch auch dazu. So stieg der Wert des Deutsche-Bank-Fonds Grundbesitz Invest, heute Grundbesitz Europa (WKN: 980700), nach einer Abwertung von 2,4 Prozent im März 2006 in den darauf folgenden zwölf Monaten um außergewöhnliche 16,6 Prozent.
Rechtzeitig – in einen aktiven Käufermarkt hinein – trennten sich die Verantwortlichen damals von Immobilienpaketen. Mit Private-Equity-Gesellschaften fanden sie willige Käufer. “Einzelne Pakete konnten sogar mit einem anständigen Aufschlag verkauft werden, sonst muss eher mit Rabatten geworben werden", sagt Philippe Tannenbaum, Research-Direktor beim Immobilienfinanzierer Eurohyp in London.
Dieses Umfeld wird Morgan Stanley die kommenden Monaten nicht vorfinden: Es herrscht kein Käufermarkt, die oftmals fremdfinanzierten Private-Equity-Gesellschaften haben sich zurückgezogen.
Nur 21 Millionen Euro frisches Kapital
Stattdessen hat Morgan Stanley ein Problem mit Neuinvestoren. Zwischen dem 1. November 2008 und dem 30. Juni 2009 betrug die Höhe der Neuanlagen lediglich 21,8 Millionen Euro. Die Liquiditätsquote des Fonds liegt bei dünnen 7,6 Prozent. Zum Vergleich: Die beim Branchenverband BVI angeschlossenen Fondsgesellschaften sammelten in den vergangenen sechs Monaten über 3 Milliarden Euro für ihre, teilweise auch noch geschlossenen, Immobilienfonds ein. Morgan Stanley hat keinen Filialvertrieb wie die Deutsche Bank oder die Sparkassen für ihre Fondstocher Deka Immobilien.
Auch ist der P2 Value mit einem hohen Asienanteil ein Exot mit einem deutlich höheren Risiko und einer kurzen Historie. Klassische Immobilienfondsanleger bevorzugen Sicherheit und Beständigkeit. “Es besteht die Gefahr, dass Altanleger die Aufhebung des Rücknahmestopps zum Verkauf nutzen, und es zu einem Ausverkauf kommt”, erklärt Feri-Analystin Sonja Knorr.
Morgan Stanley macht derzeit keine Angaben über die Zahl der Investoren, die aus dem Fonds aussteigen möchten, und verweist auf Gespräche mit Vertriebspartnern, die die kommenden Wochen stattfinden sollen.
Dachfonds halten 30 Prozent
Rund 40 Prozent der Fondsanteile werden direkt von Privatanlegern gehalten, weitere 30 Prozent sind über Dachfonds am P2 Value beteiligt. Gerade die semi-institutionellen Dachfonds-Manager sind unberechenbar und sehr stark vom Wohl und Weh der Privatanleger abhängig. Es waren Dachfonds-Manager, die mit ihren massiven Verkäufen die Liquiditätsprobleme der Fonds auslösten. Entdecken Privatanleger die Aktienmärkte wieder für sich, stehen konservative Dachfonds schnell auf der Verkaufsliste.
Doch selbst wenn ein Ausverkauf ausbleibt, ist der Fonds derzeit recht immobil: Die Fremdfinanzierungsquote steigt durch die Abwertung auf rund 40 Prozent. Da ist nicht viel Luft, um sich als Käufer zu betätigen.
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Juli 27th, 2009 von
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Soci©t© G©n©rale Securities Services (SGSS) hat Fr©d©ric Barroyer zum Vorstandvorsitzenden der SGSS Deutschland ernannt
Fr©d©ric Barroyer, 40, ist seit mehr als 15 Jahren in der Finanzbranche tätig. In der SG Asset Management Group startete er 1998. 2001 wurde er Vorstandsmitglied der SGAM in Japan, gefolgt von seiner Ernennung Vorstandvorsitzenden für die Asien-Pazifik-Region (ohne Japan) in 2005 mit Sitz in Singapur.
Soci©t© G©n©rale Securities Services verwaltet als Depotbank weltweit 2,76 Billionen Euro und ist für die Verwahrung und den Treuhandservice für über 3.000 Investmentfonds verantwortlich.
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Juli 24th, 2009 von
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Die schwache Entwicklung der Wirtschaft hinterlässt weiter deutliche Spuren auf dem Markt für Unternehmensanleihen. Die Abstürze nehmen zu, doch es gibt eine kleine Hoffnung.
Die Zahl der Fallen Angels (“Gefallene Engel”) am Markt für Unternehmensanleihen hat im ersten Halbjahr 2009 auf 15 zugenommen, geht aus dem aktuellen Bericht der Rating-Agentur Moody’s hervor. Unter einem gefallenen Engel versteht die Branche einen Schuldner, der aus dem Investment-Grade-Bereich in den spekulativen Bereich herunter gestuft wird. In der Rating-Skala von Moody’s markiert ein Baa3 die unterste Stufe im Investment-Grade-Spektrum. Die beste Note für spekulative Anleihen (“High Yield Bonds”) heißt Ba1. Im gesamten Vorjahr stürzten lediglich 10 Schuldner ab.
Insgesamt bescheinigt Moody’s derzeit 41 Prozent aller Unternehmen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika (Emea-Region) negative Aussichten. Im ersten Quartal waren es noch 36 Prozent.
Dass sich der Abwärtstrend bei der Schuldnerqualität in der zweiten Jahreshälfte umkehrt, erwartet man bei Moody’s nicht. Allerdings könne er sich verlangsamen.
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Juli 16th, 2009 von
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4 Prozent mehr Zeit kostet es Finanzberater, die neuen Regeln des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) in ihrem Arbeitsalltag umzusetzen. Schuld daran ist aber nicht der Gesetzgeber, wie eine Analyse der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting zeigt, sondern es sind vor allem die Versicherer selbst.
“Viele Unternehmen haben knapp das rettende Ufer der Gesetzeskonformität erreicht” sagt Christian Schareck, Bereichsvorstand Versicherung bei Steria Mummert. “Die Abläufe zur Erfüllung der Beratungs- und Dokumentationspflichten sind zwar umgesetzt. Dafür sind die Prozesse deutlich umständlicher geworden, was auch die Kosten massiv nach oben treibt”, so der Experte weiter.
Zum Teil begnügten sich die Versicherungsgesellschaften beispielsweise mit “manuellen Lösungen”. Beratungsprotokolle seien häufig einfache Formblätter, auf denen der Berater handschriftlich den Gang des Beratungsgesprächs festhalte. “Dadurch steigt der Zeitaufwand für die Antragsbearbeitung erheblich”, so die Unternehmensberatung.
Erst jetzt würden viele Versicherer damit beginnen, in effizientere Abläufe und neue Beratungssoftware zu investieren. Laut Steria Mummert handelt es sich für 2009 dabei um mehrere Millionen Euro Investitionssumme.
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Juli 16th, 2009 von
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Publikumsfonds werden bei institutionellen Anlegern immer beliebter. Auch das Angebot der Fonds mit extra Profi-Klasse passt sich allmählich der Nachfrage an. Informationspolitik und Transparenz solcher Fonds hingegen lassen zu wünschen übrig.
Das ergab eine Umfrage des Beratungshauses Kommalpha Institutional Consulting, an der sich 60 professionelle Anleger und 53 Anbieter von Publikumsfonds mit einer entsprechenden institutionellen Klasse beteiligt haben. Institutionelle Publikumsfonds sind speziell für Großanleger verwaltete Tranchen klassischer Publikumsfonds. Insgesamt gingen 1.476 Fonds in die Erhebung ein.
Knapp 62 Prozent der Umfrageteilnehmer halten die Popularität von den Fonds für hoch; knapp 82 Prozent erwarten, dass diese künftig weiter zunehmen wird. Rund 20 Prozent der befragten institutionellen Anleger gaben an, 10 bis 20 Prozent ihres Vermögens in diese Form zu investieren. 10 Prozent der Investoren bezifferten den Anteil sogar mit 50 Prozent.
Auch Fondsanbieter nehmen die steigende Nachfrage wahr. “Wir sehen an unseren Absatzzahlen, dass das Interesse institutioneller Anleger an dieser Anteilsklasse stetig wächst”, erklärt Christian Rumpf, Senior Institutional Director von Franklin Templeton. Einen Grund für die zunehmende Beliebtheit sieht Rumpf in der wachsenden Diversifizierung des Anlagekapitals. Für spezielle Anlageziele seien die Volumina kleinerer Mandate für einen Spezialfonds oft nicht ausreichend.
“Umso unverständlicher ist es, dass sich institutionellen Investoren bis dato keine effiziente Möglichkeit der Informationsgewinnung über Anbieter, Produkte, Preise und Erwerbbarkeit institutioneller Publikumsfonds bietet”, wundert sich Hans-Jürgen Dannheisig, Geschäftsführer von Kommalpha. Denn die Studienergebnisse machen deutlich, dass die Anbieter auf spezifische Anforderungen institutioneller Investoren wie eine individuelle Betreuung oder ein direkter Zugang zum Fondsmamanager noch nicht eingerichtet sind.
In ihrer Studie unterschied Kommalpha zwischen drei Fondstypen: Fonds, die nur für institutionelle Kunden aufgelegt werden, Fonds, die auch Institutionellen angeboten werden und Publikumsfonds mit einer institutionellen Anteilsklasse. Nur rund 7 Prozent aller untersuchten Fonds werden ausschließlich für institutionelle Kunden aufgelegt. Mit einem Anteil von rund 39 Prozent schnitten Fonds, die institutionelle und private Investoren gleichermaßen ansprechen, ab. Das Gros aller für institutionelle Anleger zugänglicher Fonds bilden jedoch mit knapp 54 Prozent Publikumsfonds mit institutionellen Anteilsklassen.
Unter den von Kommalpha erfassten Institutionellen Publikumsfonds weisen die Anbieter MFS mit 9,5 Prozent sowie die Häuser Fidelity (knapp 7 Prozent), Franklin Templeton (6,5 Prozent), Julius Baer (6,2 Prozent) und HSBC (5,4 Prozent) die höchsten Marktanteile aus.
Die gesamte Studie erhalten Sie hier
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Juli 14th, 2009 von
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Wer sein Geld vor einem Jahr einem internationalen oder europäischen Rentenfonds anvertraut hat, kann sich über eine hübsche Jahresrendite freuen. Auch langfristig liegen Rentenfonds-Investoren im Plus. Ein böses Erwachen hatten dagegen Anleger, die im Juni 1999 in einen internationalen Aktienfonds investierten: Fast ein Drittel ihres Kapitals ist weg. Mit einer Ausnahme.
In den vergangenen zwölf Monaten erzielten Rentenfonds, die ihr Vermögen in internationale und auf Euro lautende Papiere mit einer langen Restlaufzeit anlegen, eine Jahresrendite von im Schnitt 8,5 bis 9 Prozent. Langfristig sind Anleger am besten mit den Euro-Langläufer-Rentenfonds gefahren: In den letzten zehn Jahren konnten sie ihr Vermögen verdoppeln. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 4,2 Prozent.
Bei Euro-Rentenfonds mit Papieren mittlerer Laufzeit brachte die Investition über zehn Jahre im Schnitt ein Plus von 3,6 Prozent pro Jahr. Dies geht aus der aktuellen Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) hervor.
Ganz anders bei Aktienfonds: Wer sein Geld in Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland steckte, verlor über zehn Jahre rund 12 Prozent seines Vermögens. Bei internationalen Aktienfonds betragen die Zehn-Jahres-Verluste sogar rund 27 Prozent – dies entspricht einer negativen jährlichen Rendite von 3,1 Prozent. Trotz einer negativen Performance von knapp 30 Prozent auf Jahressicht schnitten die Schwellenmarktfonds langfristig außerordentlich gut ab: In den letzten zehn Jahren verzeichneten sie eine Wertsteigerung von 65,5 Prozent beziehungsweise 5,2 Prozent pro Jahr.
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Juli 13th, 2009 von
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Der Finanzinvestor und Hauptanteilseigner CVC hat zugestimmt, dass die bankrotte Investmentbank ihren Anteil von 15 Prozent an den kommerziellen Formel-1-Rechten behalten darf. Die Einigung soll am Mittwoch durch das US-Insolvenzgericht formell bestätigt werden.
Damit geht eine Auseinandersetzung zwischen Lehman Brothers und CVC zu Ende, die im Oktober vergangenen Jahres begann. Damals versuchte CVC, die Formel-1-Anteile der Investmentbank zu pfänden.
Lehman Brothers war in die Formel-1-Holdng Delta Topco investiert und übernahm 550 Millionen US-Dollar des 2,8-Millionen Dollar Kredits, den die Gesellschaft für den Kauf von Rechten benötigt hätte. Nach der Satzung von Delta Topco haben Direktoren das Recht, insolvente Anteilseigner zum Verkauf ihrer Anteile zu einem fairen Preis zu zwingen.
Nach der Insolvenz von Lehman Brothers im Oktober vergangenen Jahres forderte CVC – der Hauptanteilseigner von Delta Topco – Lehman Brothers dazu auf, die Anteile zu verkaufen. Die Investmentbank weigerte sich mit der Begründung, der “faire Preis” läge deutlich unter dem Marktwert ihrer Formel-1-Anteile. Dementsprechend entschied sich Lehman Brothers dazu, die Anteile und das Recht der Rückzahlung der Schulden auf eine neue Holding zu übertragen, welche die wertvollen Vermögenswerte in Lehmans Portfolio enthielt.
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Juli 9th, 2009 von
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Die Gothaer-Tochter Fingro hat eine fondsgebundene Pflegeversicherung auf den Markt gebracht. Versicherte können dabei aus 17 Fonds und drei gemanagten Varianten können. Im Pflegefall bekommen sie ohne Prämienaufschlag nebst Pflegerente auch eine Einmalleistung in Höhe einer Jahresrente.
Der Pflegefall tritt bei Fingro Pflege + Kapitalplan ein, wenn der Versicherte vier verschiedene Alltagstätigkeiten nicht mehr ohne Hilfe schafft, sei es etwa das Essen oder das An- und Ausziehen. Dann bekommt der Pflegepatient die volle Pflegerente für den Rest seines Lebens ausbezahlt. Abstufungen, wie bei Pflegetagegeldversicherungen üblich (siehe Beitrag “Die besten Pflegeversicherungen“) gibt es bei der Fingro-Police nicht.
Die Leistungen gibt es sowohl bei ambulanter als auch bei stationärer Pflege. Eine Vorleistung der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung ist nicht nötig. Weiterer Pluspunkt des Tarifs: Auch bei Demenz wird die volle Pflegerente gezahlt.
Und: Falls der Versicherte stirbt, bekommen die Erben die eingezahlten Beiträge garantiert zurück, ohne dass dies über einen Zusatzbaustein abgesichert werden müsste. Dafür ist unter anderem das Fondsguthaben da. Es steht den Versicherten aber auch zur Verfügung, wenn sie Teile davon entnehmen wollen.
17 Einzelfonds stehen dem Kunden zur Verfügung, darunter Klassiker wie der Carmignac Investissement (zum Fondsporträt) oder der M&G Global Basics (zum Fondsporträt). Zusätzlich gibt es drei gemanagte Portfolios, die auf Dachfonds des Investmenthauses Warburg zurückgreifen.
In jeden Fonds müssen dabei mindestens 10 Euro beziehungsweise 10 Prozent des Beitrags investiert werden. Spart jemand 100 Euro pro Monat, kann er also bis zu zehn Fonds miteinander kombinieren. Fondswechsel sind kostenlos möglich.
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Juli 8th, 2009 von
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Die börsennotierten Indexfonds (ETF) Daxplus Covered Call und Dow Jones Euro Stoxx 50 Buy Write aus dem Hause Lyxor Asset Management sollen den Dax beziehungsweise Dow Jones Euro Stoxx 50 regelmäßig schlagen. Langfristig tun sie das auch, doch ausgerechnet in der Krisenphase offenbart das Konzept Schwächen.
Die Lyxor-ETFs Daxplus Covered Call (WKN: LYX0AE) und Dow Jones Euro Stoxx 50 Buy Write (WKN: LYX0BG) von Lyxor Asset Management haben zwar unterschiedliche Namen und unterschiedliche Indizes als Grundlage. Sie verfolgen aber dasselbe Prinzip: Man nehme den normalen Index – Dax beziehungsweise DJ Euro Stoxx 50 – und verdiene sich kontinuierlich etwas hinzu. Langfristig sollen sie so ihre Basisindizes hinter sich lassen. Der Zusatzverdienst kommt aus Termingeschäften, die die Indexanbieter monatlich auf den Index draufpacken.
Dafür werden die Indizes jeden Monat zu einem um 5 Prozent höheren
Stand zum Verkauf gestellt. Dafür gibt es sofort eine Optionsprämie von mitunter bis zum einem Prozent, die auf jeden Fall in den Fonds fließt. Der Nachteil: Steigt der Index in dieser Zeit um mehr als 5 Prozent, nimmt der Anleger daran nicht mehr teil. Denn er hat seinen Gewinn auf 5 Prozent im Monat plus Optionsprämie begrenzt. Vorteil: Steigt der Index kaum, ist die Prämie ein feines Extra. Ein Schutz gegen fallende Kurse ist die Optionsvariante indes nicht.
Nun sollten sich die beiden Strategieindizes gerade während der Finanzkrise deutlich von ihren Originalen abgesetzt haben, möchte man meinen. Denn durch die Panik waren die zu kassierenden Optionsprämien zuletzt recht hoch. Doch die Realität sieht anders aus (siehe Chart). Fast bis Ende 2008 liefen Original und Short-Call-Versionen beinahe im Gleichschritt in die Tiefe. Mehrertrag oder gar Schutz? Fehlanzeige. Erst mit der Jahreswende lösten sich die Derivate-Varianten nachhaltig und erreichten eine Outperformance.
Der Schlüssel zum Problem sind die außergewöhnlichen Marktbewegungen im vergangenen Jahr. “Die Volatilität zog erst im Herbst 2008 deutlich an. Solange blieben auch die Optionsprämien noch verhältnismäßig niedrig”, berichtet Konrad Sippel, Produktentwickler Indizes bei der Deutschen Börse.
Offenbar auch zu niedrig, um einen anderen Effekt aufzufangen: Denn es gab von
Mitte 2007 bis Herbst 2008 drei Monate, in denen der Dax zwischen zwei Verfallstagen um mehr als 5 Prozent zulegte. Vom 30. März bis zum 18. April 2008 waren es gar 8,3 Prozent. Diese fast 3 Prozentpunkte Rückstand – nach Optionsprämie – musste der Daxplus Covered Call erst einmal wieder herausholen. “Es zeigt, dass auch Strategie-Indizes nicht in jeder Marktphase Überrendite erzeugen können.”, fasst Sippel zusammen. Beim DJ Euro Stoxx 50, den der Indexanbieter Dow Jones Stoxx berechnet, sah es ähnlich aus.
Dass das Short-Call-System funktioniert, steht also weiterhin außer Frage. Nur zaubern kann auch es nicht.
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Juli 7th, 2009 von
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Knapp 60 Prozent der Deutschen spielten im zweiten Quartal 2009 mit dem Gedanken, eine Geldanlage abzuschließen. Eine konkrete Absicht zur Geldanlage hatte hingegen nicht einmal jeder Fünfte. Auch wenn sichere Anlageklassen wie Tagesgeld, Festgeldkonto und Sparanlagen nach wie vor bevorzugt werden, wächst langsam das Interesse an riskanteren Investments.
Dies geht aus der aktuellen Studie “Absatzpotenzial Geldanlage” von You Gov Psychonomics hervor. Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut befragt quartalsweise mindestens 1.200 Bundesbürger ab 18 Jahren zu ihren Anlageabsichten sowie zu den bevorzugten Finanzprodukten und Anbietern.
Derzeit beschäftigen sich 57 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich damit, eine Geldanlage abzuschließen – das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Eine konkrete Absicht zur Geldanlage in den nächsten drei Monaten haben dagegen nur 18 Prozent, und damit nur ein Prozentpunkt mehr als in der letzten Messung der Finanzmarkt-Studie.
Sichere Anlagemöglichkeiten wie Tagesgeld, Festgeldkonto und Sparanlagen stehen bei Abschlusswilligen immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Jedoch hat das Tagesgeld im Vergleich zum Vorquartal an Attraktivität eingebüßt. Die schlechteren Konditionen der Tagesgeldanbieter haben das Abschlusspotenzial von 50 auf 43 Prozent bei denjenigen reduziert, die ernsthaft eine Geldanlage in den nächsten drei Monaten planen.
Von den Befragten, die generell an Geldanlagen interessiert sind, würden 22 Prozent den Einstieg in Aktien und 17 Prozent in Aktienfonds bevorzugen. Immerhin sieben Prozent sind wieder an Zertifikaten interessiert. “Damit können sich Bankberater und Direktbroker wieder auf ein gewachsenes Kundenvertrauen auch zu riskanteren Anlagen einstellen”, kommentiert You Gov Psychonomics.
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