Standard Life: Neuer Fonds soll positive Erträge für die Rentenversicherung bringen

Juni 29th, 2009 von admin

Der britische Versicherer Standard Life bietet im Rahmen seiner fondsgebundenen Rentenversicherung Maxxellence einen neuen Fonds an. Der Standard Life Global Absolute Return Strategies (GARS) hat das Ziel, in jeder Marktlage mittelfristig positive Renditen zu erzielen.

“Damit erweitern wir unsere Maxxellence um einen Fonds, der einem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis bei Fonds-Kunden Rechnung trägt und die Risiken des Kapitalmarkts abfedert, ohne dabei externe Garantien finanzieren zu müssen”, erklärt Bertram Valentin, Geschäftsführer von Standard Life Deutschland.

Die angestrebte Rendite liegt in einem beliebig wählbaren Drei-Jahres-Zeitraum um 5 Prozent über dem Euribor – das ist der Satz, zu dem sich europäische Banken untereinander Geld leihen. Derzeit liegt er bei 1,11 Prozent. Erreichen will das GARS-Management, aus 22 Investmentspezialisten besteht, diese Rendite über ein ausgewogenes Portfolio: Über 30 Anlagestrategien werden gleichzeitig verfolgt; investiert wird unter anderem in Aktien, Devisen und Anleihen.

Den GARS-Fonds bietet Standard Life in Großbritannien bereits seit Juni 2006 an. Mittlerweile ist er bereits 1,39 Milliarden Euro schwer. Auch die Gelder der deutschen Kunden werden dort hineinfließen.  

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Bester Fonds in der Kategorie Aktienfonds International – WKN 849105 – ISIN DE0008491051

Juni 29th, 2009 von admin

[/glossar]Anleger, die im letzten Monat im Bereich Aktienfonds International mit dem UniGlobal mit der WKN 849105 / ISIN DE0008491051 Ihre Gelder angelegt haben, hatten im letzten Monat eine Wertentwicklung von +3,25% (Stand: 31.05.2009).

Die  Wertentwicklung in der Vergangenheit (pro Jahr):

6 Monate +0,89%, 1 Jahr -24,40%, 2 Jahre -17,57% (Stand: 31.05.2009)

Aufgelegt wurde der UniGlobal am 02.01.1960. Das Fondmanagement Olgerd Eichler hat mit dem UniGlobal folgendes Anlageziel: UniGlobal ist ein weltweit investierender Aktienfonds. Sein Anlageschwerpunkt liegt auf marktbreiten, hochkapitalisierten Titeln. Darüber hinaus kann das Fondsmanagement mit einem Engagement in aussichtsreichen Nebenwerten zusätzliche Chancen nutzen. Innerhalb gezielter Einzeltitelauswahl (“Stock Picking”) werden Kriterien wie z.B. ein attraktives Produktangebot, Kostenvorteile gegenüber Mitbewerbern und ein überzeugendes Management zugrunde gelegt.

Weitere Informationen zum Fonds:
Stammdaten
Kursentwicklung
Risikodaten
Zusammensetzung
Rabatt & Abwicklung
Infos
Fondskosten:
Ausgabeaufschlag:
5,00 %
Verwaltungsgebühr:
1,20 %
Depotbankgebühr:
k.A.
Total Expense Ratio:
1,26 %
Performance-Fee:
k.A.

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+9,65%
Keppler-Global Alpha-LBB-INVEST
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+5,38%
JPM Income Opportunity D acc EUR
+5,19%
E.I. Cap Welt Kasko 95 Top
+3,34%
Stand: 31.05.2009

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Umfrage: Nachhaltigkeit braucht mehr Transparenz

Juni 24th, 2009 von admin

Viele Sparer können den Begriff Sustainability kaum aussprechen und auch mit der deutschen Übersetzung “Nachhaltigkeit” meist nur wenig anfangen. Warum also sollten sie investieren? Laut einer Umfrage sind Nachhaltigkeitsfonds bei Privatanlegern bisher kaum verbreitet. Fondsanbieter sind in der Bringschuld.

Während Nachhaltigkeit als Investmentthema zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist das Produktangebot für viele Investoren noch nicht ausreichend transparent. Das hat eine Umfrage des Analysehauses Feri Euro Rating Services unter 600 professionellen Investoren ergeben.

Die meisten Teilnehmer der Umfrage verbinden mit Nachhaltigkeit vor allem die Themenbereiche erneuerbare Energien, gesellschaftlich verantwortliche Unternehmensführung und Umweltschutz. Jeweils 48 Prozent der Befragten kreuzten dies an. Relativ häufig genannt wurden zudem die Themen Entfaltung der Menschenrechte (28 Prozent), Kampf gegen den Klimawandel (28 Prozent) und fairer Handel (21 Prozent).

Damit stehen vor allem ökologische Aspekte im Vordergrund, die von den Diskussionen über Klimawandel und erneuerbare Energien bestimmt werden. Das greift jedoch zu kurz, meint Feri-Vorstandsmitglied Tobias Schmidt: “Ebenso unerlässlich für das Thema Sustainability sind soziale und ethische Aspekte. Hier gilt es für Fondsanbieter noch viel Aufklärungsarbeit bei der Unterscheidung der verschiedenen Nachhaltigkeitsprodukte zu leisten.”

Die Mehrheit der befragten Investoren meinen, dass Ratings die Transparenz des Angebots an Nachhaltigkeitsfonds erhöhen können. Rund 28 Prozent halten spezielle Nachhaltigkeitsratings für besonders geeignet, 27 Prozent würden die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in konventionelle Fondsratings bevorzugen. Nur 17 Prozent halten Ratings nicht für hilfreich.

Trotz der Verständigungsschwierigkeiten und der mangelnden Transparenz sind die institutionellen Investoren zuversichtlich: 58 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die in Nachhaltigkeitsfonds investierten Gelder in den kommenden drei bis fünf Jahren moderat steigen werden. 9 Prozent rechnen sogar mit einem starken Anstieg. Ein Modethema ist Nachhaltigkeit nicht, meinen zudem 63 Prozent der befragten Investoren.

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AGI: Finanzkrise kurbelt Altersvorsorge an

Juni 23rd, 2009 von admin

In Zukunft wird in Europa wieder mehr für die Altersvorsorge gespart. Der Grund: Die Finanzkrise hat Löcher in die Vorsorgevermögen vieler privater Haushalte gerissen – rund 8,5 Prozent Wertverlust mussten die Portefeuilles im Schnitt hinnehmen. Um den Lebensstandard auch nach der Rente halten zu können, müssen Verbraucher diese Lücken jetzt wieder auffüllen, so eine Analyse von Allianz Global Investors (AGI).

Die Fondsgesellschaft geht davon aus, dass sich die Struktur der privaten Vermögen in Richtung Versicherungen und Altersvorsorgeprodukte verschieben wird. Bis 2020 soll der Portfolioanteil dieser Produkte um rund 6 Prozentpunkte auf 40 Prozent steigen, so die AGI-Prognose. Bei Kapitalmarktprodukten wie Aktien und Fonds gehen die Experten 2020 von einem Anteil von rund einem Viertel aus.

“Das Klima für ein langfristiges Sparen bleibt schwierig”, ist AGI-Pensionsexpertin Brigitte Miksa überzeugt. Denn: “Die extremen Schwankungen der Kapitalmärkte im vergangenen Jahrzehnt haben zu einem massiven Vertrauensverlust bei denen geführt, die für ihre Alterssicherung sparen. Das ist leider genau in der Zeit geschehen, in der der Aufbau von kapitalgedeckten Rentensystemen in allen Industriestaaten ein immer dringlicheres Problem darstellt.”

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Von Rot auf Grün: Wie der Zertifikatemarkt aus der Krise kommt

Juni 23rd, 2009 von admin

Nach der Lehman-Pleite hat sich die einstige Wunderwaffe Zertifikat bei vielen Finanzvertrieben zum Ladenhüter entwickelt. Mit steigenden Börsenkursen und dem Trend zu einfachen Strukturen werden die nützlichen Produkte in der Beratung jedoch wieder ein Thema.

Hoch geflogen, tief gefallen: Trotz seiner jungen Jahre hat der Zertifikatemarkt bereits ein turbulentes Leben hinter sich. Anfangs waren es eigenständig handelnde Privatanleger, deren Nachfrage das Geschäft mit den vielseitig einsetzbaren Finanzfrischlingen immer lukrativer machte.  

Zu wahrer Größe gelangte der Derivatemarkt aber erst, als der Bankvertrieb die neue Produktgattung für sich entdeckte. Aus dem Wachstumsmarkt wurde ein Boom-Markt, in dem wie immer auch einige Anbieter über die Stränge schlugen. In der Hochphase überholten sich die Emittenten mit abenteuerlichen und komplexen Produkten gegenseitig.

In Massen und mit teils üppiger Vertriebsprovision im Gepäck – 3 Prozent pro Jahr waren keine Seltenheit – wanderten diese Offerten über Bankberater in die Depots ihrer großteils ahnungslosen Kunden. Mit der Lehman-Pleite trat der bis dahin eher theoretische und deshalb auch meistens unter den Teppich gekehrte Makel von Zertifikaten offen zutage: das Emittentenrisiko.

“Die einstürzenden Finanzmärkte lösten eine Fluchtbewegung aus dem Zertifikatemarkt aus”, so Christine Dillinger, die den institutionellen Zertifikatevertrieb bei BNP Paribas leitet. Dillinger weiter: “Die extreme Risikoscheu hat Berater und Kunden gleichermaßen verunsichert und brachte den Zertifikatevertrieb quasi zum Erliegen.” Innerhalb weniger Monate schrumpfte die Summe der in Zertifikate angelegten Gelder von knapp 140 auf rund 80 Milliarden Euro zusammen.    

Blick zurück nach vorn

Für Önder Ciftci, Zertifikatechef bei der Royal Bank of Scotland, hat die Krise auch ihr Gutes: “Nun werden Kunden und Berater bei der Produktauswahl wieder genauer hinsehen und sich besser informieren. Der vielfach ausgegebene Zertifikateschrott wird nach und nach verschwinden.”  

Dillinger sieht das ähnlich: “Alle Parteien fordern jetzt verständliche Produkte.” Dieser Trend komme beiden Seiten zugute – dem Anleger, der nun leichter nachvollziehen kann, wie sein Investment funktioniert, und dem Berater, der sich nicht stundenlang in die Produkteigenschaften einarbeiten muss. “Dies gebietet schon allein die akute Haftungsfrage bei einer möglichen Falschberatung”, so Dillinger.

Bisher bestand das Problem darin, dass simpel gestrickte Zertifikate wie Aktienanleihen oder Bonuszertifikate direkt in den Börsenhandel gingen und so die für den Vermittler notwendige Vertriebsvergütung auf der Strecke blieb. “Dass nun auch vermehrt einfache Produkte zur Zeichnung angeboten werden und der Vermittler somit für seine Beratungsleistung entlohnt wird, ist die logische Konsequenz des Rufes nach Einfachheit”, so Dillinger. 

Und langsam, so berichten die Produktanbieter, zieht auch die Nachfrage nach Zertifikaten wieder an. Dillinger beobachtet hier zwei Lager: “Viele Berater sagen: Jetzt erst recht – mit Zertifikaten lassen sich die vielfältigen Kundenwünsche immer noch am besten bedienen.” Für andere seien Zertifikate vorerst kein Thema: “Hier müssen wir weiter Überzeugungsarbeit leisten.”  

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Star-Fondsmanager Bennett verlässt GAM

Juni 22nd, 2009 von admin

John Bennett, Investment-Chef von GAM, der Hedgefonds-Tochter von Julius Bär, wird das Unternehmen Ende des Jahres verlassen. Auch Ross Hollyman wird die Gesellschaft verlassen.

Nach einer 16-jährigen Tätigkeit bei GAM wechselt Bennett zur Gartmore Asset Management. Dort wird er Leiter des europäischen Aktiengeschäfts. Derzeit wird dieser Bereich von Roger Guy und Guillaume Rambourg geleitet.

Bis Ende 2009 wird Bennett weiterhin für seine Fonds und Mandate bei GAM verantwortlich sein. Zu Bennets Nachfolger macht GAM derzeit noch keine Angaben.  Auch Ross Hollyman wird GAM verlassen. Der Europa-Fondsmanager wird Leiter des globalen Aktiengeschäft bei der Londoner Fondsboutique Liontrust.

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Erste Sparinvest begibt Inflationsfonds

Juni 18th, 2009 von admin

“Durch die massiven staatlichen Konjunkturpakete und die lockere Geldpolitik vieler Zentralbanken ist die “Urangst” Inflation in den Köpfen vieler Anleger aufgetaucht”, erklärt Erste Sparinvest in einer Mitteilung. Nun hat die Fondsgesellschaft einen Fonds aufgelegt, der vor einer möglichen Rückkehr der Inflation schützen soll.

Der Espa Inflation Protect 2014 (ISIN: A0000A0DNZ4) investiert in europäische – insbesondere deutsche und französische – inflationsgeschützte Staatsanleihen. Bei diesen Rentenpapieren steigen sowohl der Kupon als auch die Tilgung proportional mit der tatsächlichen Inflationsrate.

Am Ende der fünfjährigen Laufzeit erhält der Investor seinen um die Euro-Inflationsrate erhöhten investierten Betrag plus eine Rendite von derzeit 1,2 Prozent.

Die Zeichnungsphase läuft bis zum 30. Juni 2009, wobei die Fondsanteile auch nach der Zeichnungsphase erworben werden können. Der Ausgabeaufschlag beträgt 2 Prozent, die jährliche Managementgebühr 0,4 Prozent. Die Laufzeit endet am 30. Juni 2014. Bei einem Verkauf vor dem Laufzeitende wird ein Abschlag von 0,25 Prozent einbehalten.

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Makler, Mehrfachagenten, Versicherungsvertreter – der feine Unterschied in Haftungsfragen

Juni 17th, 2009 von admin

DAS INVESTMENT.com befragte Syndikusanwältin Sarah Lemke, die für den Maklerpool Netfonds tätig ist, über Haftungsunterschiede zwischen Vertreter und Makler, sowie dem viel diskutierten Problem der Anbindung von Mehrfachvertretern an Maklerpools.

DAS INVESTMENT.com: Seit einiger Zeit wird diskutiert, ob ein Versicherungsvertreter im Einzelfall auch als Makler auftreten darf und ob sich ein Versicherungsvertreter einem Maklerpool anschließen darf. Manche Pools haben sich öffentlich zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvertretern in Form der Mehrfachvertreter bekannt, andere lehnen dies strikt ab. Wo steht Netfonds?

Sarah Lemke: Wir erhalten wöchentlich mindestens eine Anfrage eines Mehrfachvertreters, der sich an den Pool anbinden möchte. Wir lehnen dies strikt ab und versuchen den Vermittler zu überzeugen, in den Maklerstatus zu wechseln und sich dann anbinden zu lassen. Es kommt auch vor, dass Vermittler die für einen Vertragsschluss erforderlichen Unterlagen bei uns einreichen und wir erst durch einen Blick in das Vermittlerregister feststellen, dass der Vermittler Versicherungsvertreter ist. Dann ist mit dem betreffenden Vermittler eine Zusammenarbeit nicht möglich. Obwohl sich zwischenzeitlich sogar führende Vertreter verschiedener Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) eindeutig zu dieser Thematik geäußert haben, sind die Fakten vielen Vermittlern noch nicht bekannt. Zum Teil kommen Vermittler einige Monate nach ihrer ersten Anfrage wieder auf uns zu, nachdem sie sich zu einer Statusänderung entschieden haben.

DAS INVESTMENT.com: Warum wollen sich Mehrfachvertreter überhaupt Maklerpools anschließen?

Lemke: Ich gehe davon aus, dass sie das verbreiterte Produktspektrum eines Pools anbieten und natürlich auch von den weiteren Servicedienstleistungen eines Pools profitieren wollen. Vor Inkrafttreten der Erlaubnispflicht war die Unterscheidung Vertreter/Makler nicht zwingend erforderlich. Viele Vertreter haben auch nach Inkrafttreten der Erlaubnispflicht ihren Status einfach behalten, ohne zu prüfen, ob die von ihnen gewählte Berufsbezeichnung überhaupt mit ihrer tatsächlichen Tätigkeit übereinstimmt.

DAS INVESTMENT.com: Was nach Inkrafttreten der Versicherungsvermittlerrichtlinie unmittelbar zu Problemen führtÂ…

Lemke: Richtig, denn der Vermittler muss dem Kunden aufgrund der Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung (VersVermV) vor dem ersten Vertragsschluss offen legen, ob er als Makler tätig wird oder als Vertreter. Der Unterschied: Der Makler ist Interessenvertreter des Kunden, der Vertreter steht im Lager eines oder mehrerer Versicherungsunternehmen. Der Makler muss seinem Rat, eine bestimmte Versicherung abzuschließen, eine hinreichende Zahl von auf dem Markt angebotenen Versicherungsverträgen und von Versicherern zu Grunde legen (Paragraf 60 VVG). Der Vertreter muss hingegen nur offenlegen, mit welchen Versicherungsunternehmen er zusammenarbeitet.



DAS INVESTMENT.com: Also fürchten viele Vertreter den Maklerstatus?

Lemke: Viele Vermittler beantragen keine Erlaubnis als Versicherungsmakler, weil sie fürchten, den Anforderungen, die an einen Versicherungsmakler gestellt werden, nicht gerecht werden zu können. Gesetzlich ist nicht geregelt, was eine “hinreichende Zahl” im Sinne des Paragraf 60 VVG ist, dies wird gegebenenfalls auch erst die Rechtsprechung entscheiden. Sie sehen – zu Recht – eine stärkere Haftungsproblematik für den Makler als für den (Mehrfach-)Vertreter.

DAS INVESTMENT.com: Aber der Makler kann doch seine Produktauswahl gegenüber dem Kunden begrenzen.

Lemke: Richtig, dies ist vielen Vermittlern aber nicht bekannt. Der Makler muss seinem Rat nicht eine hinreichende Zahl von Versicherungsverträgen und Versicherern zu Grunde legen, soweit er im Einzelfall vor Abgabe der Vertragserklärung des Kunden diesen ausdrücklich auf eine eingeschränkte Versicherer- und Vertragsauswahl hinweist. Mit diesem Hinweis kann der Makler seine Haftung begrenzen. Ferner haftet derjenige, der gegenüber dem Versicherungsnehmer den Anschein erweckt, er erbringe seine Leistungen als Versicherungsmakler auch wie ein Versicherungsmakler (Paragraf 59 VVG), man spricht insofern vom “Pseudomakler”

DAS INVESTMENT.com: Was bedeutet das konkret?

Lemke: Diejenigen Vermittler, die sich als Vertreter registrieren lassen, gegenüber dem Kunden jedoch als Makler auftreten, haften uneingeschränkt als Makler. Diejenigen Vermittler, die sich als Makler eintragen lassen und auf eine eingeschränkte Versichererauswahl hinweisen, stellen sich demgegenüber besser, da sie ihrem Rat gerade nicht mehr die “hinreichende Zahl” an Versicherern und Versicherungsverträgen zu Grunde legen müssen. Die Registrierung als Vertreter führt nur dann zu einer haftungsrechtlich besseren Position des Vermittlers, wenn er korrekt als Vertreter auftritt und gegenüber dem Kunden offen legt, mit welchen Versicherungsunternehmen er Agenturverträge unterhält und darüber hinaus Verträge anderer Versicherer nicht anbietet.

DAS INVESTMENT.com: Welche Konsequenzen kann eine solch “falsches” Auftreten haben?

Lemke: Unabhängig von der erweiterten Haftpflicht begeht der Versicherungsvertreter, der als Makler auftritt beziehungsweise handelt, unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Zudem verstößt er gegen die ihm nach dem beziehungsweise den Agenturverträgen obliegenden Pflichten.

DAS INVESTMENT.com: Kann es auch für Maklerpools Konsequenzen haben, wenn sie Versicherungsvertreter anbinden?

Lemke: Ich halte eine Zusammenarbeit haftungs- und aufsichtsrechtlich für bedenklich. Soweit Mehrfachagenten eine Ordnungswidrigkeit durch die Anbindung an einen Pool begehen, besteht die Gefahr einer Teilnehmerschaft der Organe des Pools an der Ordnungswidrigkeit. Pools verpflichten sich ferner gegenüber ihren Produktpartnern, nur mit Untervermittlern zusammenzuarbeiten, die über die erforderlichen Erlaubnisse verfügen und die bei ihrer Tätigkeit die gesetzlichen Bestimmungen einhalten. Es macht sich nicht gut, wenn ein Pool wissentlich Kooperationen mit Vermittlern eingeht, die ihrerseits gegen Verträge mit Dritten und gegen das Gewerberecht verstoßen.

DAS INVESTMENT.com: Gibt es weitere Bedenken?

Lemke: Ferner sind die Pools grundsätzlich Bestandteil der Vermittlungskette und beanspruchen für sich umsatzsteuerfreie Vermittlungsprovisionen gemäß Paragraf 4 Nr. 11 UStG. Es könnte rechtsmissbräuchlich sein, wenn ein Pool sich zum Einen hinsichtlich der Umsatzsteuerbefreiung auf eine Vermittlungstätigkeit beruft, zum Anderen aber argumentiert, Mehrfachvertretern würden nur unterstützende Dienstleistungen angeboten. Dies wären gegebenenfalls umsatzsteuerpflichtige Dienstleistungen. Soweit haben die Vertreter einiger Pools wahrscheinlich nicht gedacht.

Hintergrund: Seit 22. Mai 2007 zählen Versicherungsvermittlung und Versicherungsberatung zum erlaubnispflichtigen Gewerbe. In der Regel wird eine Erlaubnis für die Ausübung der Tätigkeit benötigt. Spätestens zum 1. Januar 2009 musste sich jeder gewerblich tätige Versicherungsvermittler ins Versicherungsvermittlerregister eintragen lassen, die letzte Übergangsfrist endete am 31. März 2009 (DAS INVESTMENT.com berichtete).

In Paragraf 34d GewO wird zwischen dem Versicherungsvertreter und dem Versicherungsmakler unterschieden. Der Vermittler muss sich entscheiden, ob er eine Erlaubnis als Versicherungsvertreter oder alternativ als Versicherungsmakler beantragt. Die Art der erteilten Erlaubnis wird ins Versicherungsvermittlerregister eingetragen.

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Raphael Kassin verlässt Credit Suisse

Juni 15th, 2009 von admin

Starfondsmanager Raphael Kassin verlässt seinen Arbeitgeber, Credit Suisse Asset Management (CSAM). Das berichtet das englische Nachrichtenportal Citywire. Lange hat Kassin es nicht bei CSAM ausgehalten.

Kassin kam im Sommer 2007 als Chef für Schwellenländeranleihen zu CSAM. Erst im vergangenen Sommer hatte er mit dem Emerging Markets Local Currency Bonds sein drittes Portfolio übernommen. Bei seinem früheren Arbeitgeber, ABN Amro Asset Management, war der Rentenfondsmanager durch spektakuläre Performance zum Star geworden. Sein Markenzeichen waren recht extreme Wetten auf nur wenige Märkte, ohne die Benchmark zu beachten.

Im Zuge der Finanzkrise im vergangenen Jahr bekam jedoch auch Wundermanager Kassin einige Performance-Probleme, die sich erst mit der Markterholung im laufenden Jahr legten. Ob das auch der Grund für seinen Weggang ist, darüber schweigen sich er und das Unternehmen aus.

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Umweltschutz: Wo ist die Klimakanzlerin?

Juni 15th, 2009 von admin

Die Ergebnisse der Bonner Klimakonferenz sind enttäuschend. Die Chancen schrumpfen, dass im Dezember ein würdiges Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls in Kopenhagen ausgehandelt wird. Die Politik versagt. Investoren sollten mit dem Depot abstimmen.

Was ist aus Angela Merkel geworden? Die Bundeskanzlerin schien prädestiniert, um einen “green deal” anzuschieben, einen grünen Weg aus der Krise: Als Physikerin versteht sie etwas von der Sache. Und als ehemalige Umweltministerin müsste sie sich eigentlich mit der Materie auskennen, zumal sie auch das Kyoto-Abkommen mit verhandelt hat. Doch stattdessen wehte auf der Bonner Klimakonferenz, die am Freitag endete, nur ein laues Lüftchen. Vorangetrieben haben die Vertreter der Bundesregierung kaum etwas. “Kein Zweifel, die Sache geht zu langsam voran”, resümierte die dänische Umweltministerin Connie Hedegaard.

Das Ergebnis der Bonner Klimakonferenz ist ernüchternd und laut Hedegaard “eine Schande”: Der Vorschlag für ein Nachfolgeprotokoll ist von fünfzig auf über zweihundert Seiten angeschwollen. Vor allem die USA machten von sich reden. Jonathan Pershing, Stellvertreter von Chefunterhändler Todd Stern, legte einen neuen Vertragsentwurf vor. Kern des US-Klimapakets ist die bindende Einbeziehung aller Vertragsstaaten in “substantielle Reduktionsverpflichtungen”. Damit sind erstmalig auch die Entwicklungsländer mit dabei. Vorgesehen ist eine Art Dreiklassengesellschaft: Die klassischen Industriestatten (mit festen Pflichten), die armen Entwicklungsländer (mit geringen Pflichten) und die aufstrebenden Schwellenländer wie China oder Korea, die verbindliche Klimaschutz-Maßnahmen festlegen sollen.

Die Politik scheint im Klimaschutz zu versagen. Zeit, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Bevor es zum Klima-Kollaps kommt, sollten sich auch Investoren für die Erde – und den Ertrag entscheiden. Mit grünen Investments können sie ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. Einerseits zählen dazu nachhaltige Produkte, deren Manager ökologisch und sozial korrekt investieren. Andererseits sind dies aber auch Investments in Unternehmen aus dem Cleantech-Sektor. Unter diesem recht vagen Begriff versteht man alle Technologien, die Boden, Wasser und Luft vor schädlichen Einflüssen schützen oder Schäden minimieren. Dazu zählen beispielsweise Solarenergie, Windkraft, alternative Treibstoffe, Recycling oder Wasseraufbereitung.

Je mehr Geld in die Grünanlagen fließt, desto interessanter wird es auch für graue Unternehmen, ökologisch und sozial korrekt zu produzieren. Zudem gelten die Investments als die Gewinner der Krise und die Sieger von morgen.

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